Blutbienen

Besonders auffällig und gut zu erkennen, schon allein wegen der Größe, ist die Riesen-Blutbiene (Sphecodes albilabris).
Die begatteten Weibchen erscheinen im Frühling und suchen nach geeigneten Wirten. Die zweite Weibchen-Generation fliegt ab Juli und überwintert nach der Begattung. Die Riesen-Blutbienen (Sphecodes albilabris) haben einen auffälligen roten Hinterleib. Bei den Weibchen jedoch ist die äußerste Spitze des Hinterleibs schwarz.
Die Männchen hingegen haben einen komplett roten Hinterleib und als weiteres Kennzeichen ein weiß behaartes Gesicht. Sie fliegen erst im Hochsommer ab Juli und sterben vor dem Winter. In der Regel sind es die Männchen, die wir auf den Blüten bei der Nektaraufnahme beobachten können.

Es gibt noch eine ganze Reihe kleineren Blutbienen-Arten (Sphecodes), die nicht so leicht zu unterscheiden sind.

Blutbienen (Sphecodes) gehören zu den Kuckucksbienen. Sie bauen keine eigenen Nester und sammeln keine Nahrung für ihre Nachkommen. Stattdessen suchen sie gezielt nach fertigen mit Pollenproviant versorgten Brutzellen, oft von Furchen-, Schmal- oder Sandbienen. Folglich ist ihre Flugzeit der Flugzeit ihrer Wirte angepasst. Im Frühjahr (April) konnte ich mehrere kleine Blutbienen-Weibchen (Sphecodes) beobachten, wie sie auf der Suche nach geeigneten Niströhren dicht über dem Boden hin- und herflogen. Wenn sie ein geeignetes Nest entdeckt haben, vernichten sie zunächst abgelegte Eier oder schon geschlüpfte Larven des Wirts. Erst dann legen sie ihr eigenes Ei ab und zwar immer nur ein Ei pro Brutzelle, damit der vorhandene Nahrungsvorrat reicht.