Die Familie der Weißlinge

Vertreter der Familie der Weißlinge (Pieridae) sind im Garten viel unterwegs. An den ersten warmen Tagen im Frühjahr sind bereits die Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) zu beobachten, die als Imagos überwintern. Alle anderen Weißlinge überdauern die kalte Jahreszeit als Puppe. Ein typischer Frühlingsbote ist der Aurorafalter (Anthocharis cardamines), der nur von April bis Juni zu beobachten ist. Der Karstweißling (Pieris mannii) war ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, kommt aber seit 2016 auch in Hannover vor. Am häufigsten jedoch sehe ich den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae). Er fliegt von März bis November und die letzten Falter können noch im Oktober schlüpfen.
Die Weißlingspuppen sind eckig und kantig, haben eine höckrige Rückenlinie und eine zugespitzte Kopfregion und sind deshalb leicht zu erkennen. Die Puppe ist in der Regel aufrecht an Stängeln, Wänden, Zäunen usw. befestigt. Ein Haltepunkt befindet sich am Hinterende. Als weitere Sicherung verläuft ein feiner, stabiler Faden aus Spinnseide wie ein Gürtel quer um ihre Körpermitte. Daher auch die Bezeichnung Gürtelpuppe.