Die Mistbiene

Die Mistbienen-Weibchen (Eristalis tenax) gehören zu den Schwebfliegen und überwintern bei uns. An den Augen kann man Männchen und Weibchen unterscheiden: Bei den Männchen stoßen die Augen an der Stirn zusammen, bei den Weibchen sind die Augen deutlich voneinander getrennt. Dieses Unterscheidungsmerkmal gilt übrigens für alle Schwebfliegen. Die Mistbienen sind harmlos. Sie können weder stechen noch beißen. Zu ihrer Verteidigung und tarnen sie sich als wehrhafte Biene.
Auch ihre Larven, die Rattenschwanzlarven sind harmlos. Sie leben in sauerstoffarmem Wasser mit einem hohen Gehalt an organischer Substanz und sind tolerant gegenüber Verschmutzung. Am Körperende der Larven befindet sich ein langer Schnorchel, der es ihnen ermöglicht, untergetaucht Luft zu atmen. Dieser Schnorchel ist etwa so lang wie der Körper und erinnert an einen Rattenschwanz. Meine Rattenschwanzlarven habe ich in einem Blumenkasten-Untersetzer entdeckt. Sie sind in meinen Mini-Teich umgezogen und ich hoffe, das Wasser ist ihnen dort nicht zu sauber.
Als Ersatz für den entfernten Blumenkasten samt Untersetzer habe ich als „Nisthilfe“ für die Mistbienen einen anderen Untersetzer, gefüllt mit einer Jauche-Brühe, bereit gestellt und es hat gar nicht lange gedauert bis ich darin die ersten Eier entdecken konnte.

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